Die Daytime ist nicht tot – das deutsche Fernsehen hat sie bloß in Rente geschickt. Und lässt sie jetzt von dem leben, was in den vergangenen Jahren eingezahlt wurde. Peer Schader überlegt, was passiert, wenn die noch berufstätigen Programmstrecken neidisch herüberschauen. […]
Aus der Perspektive von Sendern und Publikum ist das TV-Tagesprogramm eher in Rente gegangen: Es lebt – zumindest im Privatfernsehen – inzwischen von dem, was es in den vergangenen beiden Jahrzehnten eingezahlt hat. Und dieses Rentnerdasein funktioniert wirtschaftlich so gut, dass die noch berufstätigen Programmstrecken neidisch herüberschauen. […]
Die zentrale Frage mit Blick auf die Daytime ist: Reicht das auf Dauer, fortlaufend Programm aus den eigenen Beständen zu generieren? Oder läuft das Nachmittagsprogramm in wenigen Jahren ohnehin als algorithmisch gesteuerte Playlist – so wie es das ZDF mit seinen Channels im Streamingportal gerade schon vormacht?
Peer Schrader, dwdl.de, 26.09.2026 (online)

