Zitat: Nachrichten im Wandel

Zapp berichtete am Mittwoch (11.03.2015), wie die klassischen Nachrichten und ihre Macher sind unter Druck geraten: „Unzählige Quellen informieren im Netz über das Tagesgeschehen. Einige begreifen sich als Journalisten, andere ziehen in Zweifel, ob es zwischen Journalismus und Aktivismus überhaupt eine definierbare Grenze gibt.“ Dazu interviewt Janina Kalle den Nachrichtenchef des Dänischen Rundfunks, Ulrik Haagerup. Dieser plädiert für „Constructive News“ – konstruktive Nachrichten. Damit meint er nicht, dass Medien nun nur noch positiv berichten sollten. Allerdings müsse sich die journalistische Denkweise und damit die Berichterstattung ändern, wonach nur schlechte Nachrichten eine gute Geschichte abgeben: „Natürlich müssen wir über Ebola berichten, über AIDS und Hungersnöte”, so Haagerup. „Aber unser Problem ist, dass viele Menschen sich von den Medien verabschieden, weil die Nachrichten deprimierend sind. Die Geschichten lassen die Zuschauer hilflos und abgestumpft zurück. Aber unser Job ist es, die Leute zu ermutigen. Sie sollen sich eimischen in die öffentliche Debatte. Die Medien müssen einen Nutzen für die Gesellschaft haben. Ja, wir müssen uns um das Haar in der Suppe kümmern. Aber wir sollten daran denken, auch mal über die Suppe zu sprechen.”

 

Interview in ganzer Länge (18:09)

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Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)