Weniger als ein Viertel der Befragten vertraut der Nachrichtenberichterstattung von ARD und ZDF „voll und ganz“

Bernd Blöbaum vom Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster und dem DFG-Graduiertenkolleg „Vertrauen und Kommunikation in einer digitalisierten Welt“ hat in der Media Perspektiven 12/2018 (S. 601 ff.) „Bezugspunkte für Medienvertrauen“ vorgelegt.

Zum einen stellt er fest, dass „Vertrauen und Misstrauen …. bei Nutzern zugleich auftreten“ können, „je nach der Ebene, auf die Bezug genommen wird“. Und er stellt fest, dass eine „eine hartnäckige Medienskepsis … nur bei einem kleinen Teil der Bevölkerung sowie insbesondere bei polarisierenden Themen“ gibt. Über alle Medien hinweg stimmen 28 Prozent der Sport-Berichterstattung voll und ganz zu, bei der politischen Berichterstattung sind es 9 Prozent. Für die ARD-Sportschau sind es 31 Prozent, für die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF sind es 24 Prozent. Tagesschau und Tagesthemen der ARD liegen bei 23 Prozent. Das heißt also: Mehr als drei Viertel der Befragten vertraut der Nachrichtenberichterstattung von ARD und ZDF nicht „voll und ganz“.

(Es wurde folgende Aussage vorgelegt: „Im Allgemeinen vertraue ich der Berichterstattung.“)

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
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