TV-Politikmagazine: „Ein Problem entsteht allerdings dann, wenn das Investigative nicht als Methode, sondern als ein Sektor des Journalismus aufgefasst wird

Ich habe einmal die für mich wesentlichen Aussagen der Studie „… den Mächtigen unbequem sein“ – Anspruch und Wirklichkeit der TV-Politikmagazine von Bernd Gäbler zusammengefasst.

So stellt er zur gesellschaftlichen Situation, in die die Politikmagazine senden, fest:

„Aktuell gibt es keine Anzeichen dafür, dass fundamentale politische Veränderungen, Erschütterungen, Aufstände oder auch nur Protestbewegungen in größerem Umfang zu erwarten sind. Die Gesellschaft ist offener geworden, pluraler, vielfältiger in den allseits akzeptierten Lebensweisen. Es ist kaum noch möglich, sie durch einzelne Enthüllungen oder gar Tabubrüche tiefgreifend zu erschüttern. Längst  vorbei sind Zeiten, in denen die Republik erbebte, wenn Klaus Bednarz sich räusperte.

Statt politischer Proteste gehen allenfalls immer wieder neue Erregungswellen durch das Land. Die Nachrichtenlogik: „Mitzuteilen, weil wichtig“, hat längst auch ihre Umkehrung hervorgebracht: „Wichtig, weil mitgeteilt“.

 

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)