Zitiert: Schauspieler als Zulieferer

Selbst wenn ein Schauspieler praktisch in jeder Szene auftaucht, ist er bei entscheidenden Entstehungsphasen des Films abwesend. Er war nicht vorher beteiligt, und auch nicht nachher. Bei der langen Entwicklung des Drehbuchs, der Entscheidung für Drehorte, Ausstattung und in der gesamten Postproduktion ist er nicht anwesend, von Ausnahmen abgesehen. Das sind aber Phasen, die ganz entscheidend für die Entstehung eines Films sind. Ansonsten folgt er der Vision des Regisseurs.

Henry Hübchen, sueddeutsche.de, 02.02.2020 (online)

BFFS kritisiert Berichterstattung über Schauspieler-Gehälter.

Die berichtet Blickpunkt:Film (online) Laut „Bild“ hätte Maria Furtwängler eine Tagesgage zwischen 12.000 und 15.000 Euro, auch für einmalige Gastrollen gebe es schon Tagesgagen zwischen 1.000 und 3.000 Euro

 

Doch zwei Drittel der in Deutschland tätigen Schauspieler verdienen pro Jahr weniger als 30.000 Euro. Lediglich 4,7 Prozent kommen einer vom BFFS im Jahr 2010 vorgestellten Studie zufolge auf ein Jahreseinkommen von mehr als 100.000 Euro.

Wie geht es den Schauspielern?

Digitalfernsehen.de berichtet am 3. Januar über eine Studie, die die genauen Lebensverhältnisse von Schauspielern beleuchtet. Dafür wurden im Auftrag des BFFS von August bis September 2010 bundesweit Darsteller befragt, mehr als 700 beteiligten sich. Anlass war die Reform des Arbeitslosengelds 1 durch Gesetzesänderungen von 2009. In dem Gesetz sind auch Bedingungen definiert, unter denen auch kurzzeitig und befristet Beschäftigte Arbeitslosengeld beziehen können sollen. Die Studie zeige, dass nur 4,6 Prozent der befragten Schauspieler davon profitieren.

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