Zitiert: Grenzen zum Kriegsaktivismus scheinen fließend

Die Qualität der Berichterstattung in Nachrichtenmedien schätzen die Befragten zwar durchweg als recht gut ein, aber der genau Blick – z.B. auf Deutschland – lässt aufhorchen: Mehr als die Hälfte der Befragten fühlt sich zwar aktuell informiert, aber deutlich weniger als die…

Zitiert: Der Diskurs ist derzeit total verengt

Bei den verbreiteten Narrativen über die Kämpfe in der Ukraine kollidieren in Russland wie im Westen Parteilichkeit und Objektivität. Selten zuvor haben sich Medien derart instrumentalisieren lassen, dass differenzierte und verifizierte Informationen die absolute Ausnahme sind. … Aber Journalisten sind keine NGOs,…

Zitiert: Was in der Kriegsberichterstattung fehlt bzw. fehlgeht

Wissenschaftliche Nachrichtenanalysen zu den Kriegen in Jugoslawien, Afghanistan und dem Irak belegen sich wiederholende Muster: enge Meinungskorridore, Nachrichten im Häppchenformat, homogene Expert:innen-Pools. Es gab auch Kriegslügen, wie imaginäre Massenvernichtungswaffen im Irak zum Beispiel. Aber selbst ohne bewusste Falschmeldungen, schrieb die Berliner Medienforscherin…

Zitiert: Zwilling der Kriegsberichterstattung müsste sein – Friedensberichterstattung

Es ist eigentlich gutes, altes Handwerk zu fragen, wer die Definitionsmacht hat, wer und was glauben machen will und warum. Zu fragen nach den Perspektiven und Folgen jetzt und in der Zukunft, und zwar für alle direkt und indirekt Betroffenen. Also: Wer…

Zitiert: Das Opfer wird ins Rampenlicht gezerrt

In der Ethik gibt es keinen Gesetzgeber. Wir selbst müssen uns fragen: Wie definieren wir gutes journalistisches Handeln? Bei der Kriegsberichterstattung denke ich da in erster Linie an die Persönlichkeitsrechte der Opfer, die abgebildet werden, an Privatsphäre und Respekt. Und mir scheint relativ klar, dass so eine Abbildung dagegen verstößt. Das Opfer wird ins Rampenlicht gezerrt, ohne selbst eingewilligt zu haben. Es interessiert nicht das Schicksal oder der ermordete Mensch, sondern nur das Narrativ, das man damit rüberbringen kann. Das ist in meinen Augen sehr problematisch.

Claudia Paganini, sueddeutsche.de, 6.4.2022 (online)