Zitiert: Medien erbringen nicht die notwendige Übersetzungsleistung

Im Alltag geht es darum, ab wann ein Schwangerschaftsabbruch nicht mehr erlaubt ist, ob er überhaupt erlaubt ist und unter welchen Bedingungen. Aber in den juristischen Argumentationen geht es oft um grundsätzlich andere logische, systematische und dogmatische Grundfragen. Das ist eine andere…

Zitiert: Ich muss leider noch alles auf Papier lesen

So bin ich sozialisiert, so habe ich es gelernt! Ich habe ein visuelles Gedächtnis und merke mir den Inhalt von Akten nur in Papierform. Die jüngeren Kolleginnen und Kollegen kommen mit iPad oder Laptop ins Gericht. Beneidenswert, allein schon, weil sie weniger Akten schleppen müssen. Ich hingegen muss eine Akte von vorne bis hinten „fressen“. Und ich glaube bis heute daran: Nur mit Aktenfressen gewinnt man Prozesse.

Christian Schertz, sueddeutsche.de, 15.05.2025 (online)

Zitiert: Wirksame Medienpolitik wird von Gerichten gemacht

Politik sollte nicht die Medien kontrollieren, sondern unabhängige journalistische Medien sollten die Politik kontrollieren. So geht das freilich schon ältere Ideal. Inwieweit es noch zutrifft und breite Wirkung entfaltet, dazu herrscht Meinungsvielfalt. Jedenfalls kommt die Medienpolitik, die in Deutschland wie in den meisten Demokratien ja kein eigenständiges Ressort bildet, selbst im engen Rahmen, den ihr Verfassungen wie das Grundgesetz setzen, mit der dynamischen Entwicklung der Medien kaum mehr zurecht. Tatsächlich wirksame Medien- und Netzpolitik wird immer noch mehr von der Justiz gemacht statt von überforderten Regierungen.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 21.11.2024 (online)

Zitiert: Bundesverfassungsgericht behandelt nun alle Journalisten gleich

Das Bundesverfassungsgericht beendet seine Praxis, ausgewählte Journalisten über bevorstehende Entscheidungen vorab zu informieren. Jetzt gibt es für alle dieselben Informationen zur selben Zeit. […] Für Urteilsverkündungen in Karlsruhe ist darin Folgendes vorgesehen: Sobald der zuständige Richter den Tenor der Entscheidung verlesen hat,…

Litigation-PR: Justitia hört ziemlich gut

Dieter Wedel, Christoph Metzelder, Sebastian Edathy: Eine neue PR-Branche berät Prominente, die vor Gericht stehen. Ihr Ziel: Manipulation. …. 2018 hat der Mainzer Medienforscher Mathias Kepplinger 580 Richter und Staatsanwälte befragt. Das Ergebnis: 50 Prozent erklärten, vor allem der Angeklagte werde stark…