Zitiert: Warum fotografiert wird

Es wird heute aus völlig anderem Gründen fotografiert als im 19. Jahrhundert. Es ist nicht mehr das Festhalten von etwas, was da draußen ist, sondern das Festhalten von sich selbst als einem, der da ist. Die meisten Leute fotografieren sich selbst. Im Jahrhundert, als die Fotografie erfunden wurde – möchte ich mal als These formulieren –, entstehen vielleicht ein Dutzend Selbstportraits. Nicht man selbst, sondern die Welt war dazu da, fotografiert zu werden, auch um sie weiterzugeben, weil nicht jeder reisen konnte. Das Fotografieren war ein Zurschaustellen der Welt.

Wim Wenders, berliner-zeitung.de, 28.06.2025 (online)

Zitiert: Ikonisches Attentats-Foto – Ein Jackpot, aber für wen?

Vom Attentat auf Trump kursiert besonders ein Foto – dabei zeigt es nur einen winzigen Aspekt. Ikonische Fotografie kann Komplexität nicht erfassen. […] Livemitschnitte des Ereignisses zeigen freilich etwas ganz anderes: Sie zeigen Chaos. Trump, der auf dem Foto so stark wirkt,…

Zitiert: Viele Zeitungen verzichten auf Namensnennung von Fotografen

Die drei Tageszeitungen „Serbske Nowiny“ („Sorbische Zeitung“), „Main-Post“ und „Landshuter Zeitung“ gehen nach Meinung des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) am korrektesten mit der Namensnennung von Fotografinnen und Fotografen um. Das habe eine nicht repräsentative Auswertung ergeben, teilte der DJV am Montag in Berlin…