Zitiert: Öffentlich-Rechtliche müssen selbstbewusster mit Fiction umgehen

Die Fernsehdirektoren und Intendanten haben es nicht leicht. Ich möchte nicht jeden Tag von irgendwelchen Politikhinterbänklern angegangen werden, die mit immer neuen Vorschlägen kommen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zusammenzulegen oder womöglich gleich ganz abzuschaffen. Da werden zum Teil lächerlich durchschaubare Kampagnen gefahren, da…

Zitiert: Falsche Bilder durch „Babylon Berlin“

Wer „Babylon Berlin“ in 140 Ländern sieht, der wird also hervorragend unterhalten. Aber wird er auch gut informiert? Das Studienfach (massen-)medial vermittelter Feierabendbildung nennt sich „Public History“ und wird zwar nicht an Universitäten gelehrt, klopft die inneren Werte retrospektiver Fiktionen aber auch…

Zitiert: Die Plausibilität der Fernsehkrimis

Jeder Fernsehkrimi muss, was die Plausibilität angeht, oft mehr als Fünfe gerade sein lassen. Polizeiarbeit in Echtzeit und unter echten Bedingungen wie zum Beispiel Vorschriften? Daraus ließe sich eher kein spannender Film machen. Wenn aber Buch und Regie mit Gespür für die Gesamtatmosphäre und mit einer gewissen Nonchalance Lücken zu lassen wissen, sind diese Lücken, Unwahrscheinlichkeiten, ist ein Hakenschlagen der Handlung kein Problem.

Sylvia Staude, fr.de, 18.4.2022 (online)

Zitiert: Wer an der Unterhaltung dreht, dreht an mehr Rädchen, als ihm lieb sein kann

Die Rundfunkpolitik sollte vom Versuch, eine Unterhaltung definieren zu wollen, die dem öffentlich-rechtlichen Profil entspricht, ablassen. Der Fernsehgeschmack der 16 Staats- und Senatskanzleien hat keine Evidenz. Es sollte ARD und ZDF überlassen bleiben, was sie dem Publikum anbieten wollen. … Was die…