ORF legt öffentlich-rechtliche Rechenschaft ab

Der ORF hat am Freitag den Public Value Bericht für das Jahr 2015/16 vorgelegt. Dieser soll darstellen, wie der öffentlich-rechtliche Auftrag erfüllt wird. Für den ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz ist laut Kronenzeitung dies “ein Instrument haben, mit dem sich die Qualität belegen lässt.” Da die Medienlandschaft im Wandel sei, stehe die Frage, ob man es schaffe, zu einer “Drehscheibe” zu werden, “die die Gesellschaft verbindet und unterschiedliche Standpunkte darstellt, um damit eine Rolle in der Zukunft zu haben”. Aufgabe des öffentlich-rechtlchen Rundfunks sei es nicht mehr allein, Orinetierung zu geben, sie müssten sich außerdem “viel stärker” als Plattform für den öffentlichen Diskurs verstehen, die – im Gegensatz zu sozialen Netzwerken – diesen auch moderiert, meinte Mark Eisenegger, Präsident des Forschungsinstituts Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich.

 

Der Public-Value-Beauftragter des ORF, Klaus Unterberger, untersetzte dies mit dem Hinweis, dass man sich nicht nur gegenüber neuen Technologien, sondern auch “gegenüber der Gesellschaft, dem Publikum” öffner müsse.

 

Link zum Bericht (pdf)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)