Italien: 400 Mio. Euro für Filmförderung

Italien baut sein Filmfördersystem grundlegend um. Die Mittel für die Filmbranche sollen um 60 Prozent steigen. Bisher kam die Filmförderung aus dem Fondo Unico per lo Spettacolo, auf den auch a Entertainment-Sparten wie Musik, Theater und Opern zugreifen konnten.

 

“Der neue Förderfonds soll sich aus einem zwölfprozentigen Anteil der Umsatzsteuerzahlungen jener Unternehmen speisen, die mit der Auswertung von Filmcontent befasst sind, darunter Sender, Internet Service Provider, Telekommunikationsanbieter und Filmverleiher. Jährlich sollen auf diese Weise mindestens 400 Mio. Euro zusammenkommen,” berichtet Blickpunkt:Film (06/2016). Zudem soll ab 2017 gezielt der Nachwuchs gefördert werden. So sollen 15 Prozent der Fördermittel an Erst- und Zweitfilme gehen. “Darüber hinaus sollen junge Produzenten und Festivals sowie jene, die in Kinos investieren, in besonderer Weise bedacht werden.”

Daneben sollen die Tax Credits für Filmproduktionen auf 30 Prozent erhöht sowie die Fernsehsender vepflichtet werden, mehr europäische Filme zu zeigen. Die dazu bestehenden regelungen seien bisher “weitgehend ignoriert worden. Um sie durchzusetzen, sei man bereit, neue Sanktionen aufzustellen.”

Kommentar verfassen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)