ARD und ZDF zahlen für die SD-TV-Ausstrahlung drauf

Für ARD und ZDF hat das Thema SD-Abschaltung bereits einige Jahre auf dem Buckel, denn schon im 16. Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) aus dem Jahr 2007 wird die Abschaltung der SD-Verbreitung in Aussicht gestellt. Seinerzeit gingen ARD und ZDF davon aus, das HDTV-Projekt binnen 10 Jahren in den Regelbetrieb überführen und spätestens in der Gebührenperiode zwischen 2017 und 2020 die Verbreitung ihrer Programme in SD-Auflösung beenden zu können. Die KEF stellte 2007 in Aussicht, dass ARD und ZDF 2018 ihre SD-Programme abschalten würden.

Im 20. Bericht aus dem Jahr 2016 machte die KEF dann Ernst. Sie unterstrich noch einmal, dass sie keinerlei Gründe dafür sehe, die SD-Verbreitung nach 2018 fortzuführen und kürzte den Öffentlich-Rechtlichen den angemeldeten Finanzbedarf für den Simulcast-Betrieb. Der ARD gestand die KEF nur noch 21,6 statt der angemeldeten 43,2 Millionen Euro zu. Das ZDF musste mit 8,1 Millionen Euro weniger auskommen. Im 21. Bericht aus dem Jahr 2018 erkannte die KEF dann den angemeldeten Finanzbedarf für den Simulcast via Satellit für die zweite Hälfte 2020 nicht mehr an. Mit ihrem aktuellen 22. Bericht zog sie ARD und ZDF dann komplett den Stecker. Ab 2021 billigt die KEF keinerlei Kosten mehr für die SD-Verbreitung.”

Video Digitalisierungsbericht 2020 der Landesmedienanstalten, S. 15 ff. (online)

Für SDTV-Ausstrahlung hatte die ARD für die Jahre 2021 und 2022 insgesamt 32,7 Mio. Euro angemeldet. (22. KEF-Bericht, Rn. 108)  Das ZDF hatte keine entsprechenden Kosten angemeldet.

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