Zitiert: Worin die Rundfunkräte versagen

Das „Manual“ bietet viele Angriffspunkte. Aber dass nun auch noch die WDR-Rundfunkräte ins gleiche Horn stoßen und es als „Dummheit“ bezeichnen, als eine Aktion, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk „mehr geschadet als genutzt hat“, gibt zu denken. Es sind die gleichen Rundfunkräte, die seit Jahren nichts tun, um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gegen seine Gegner zu verteidigen. Seit Jahren versagen sie bei der Aufgabe, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk stärker in der Gesellschaft zu verankern. Auch in der Debatte um den Auftrag von ARD und ZDF sind keine Stimmen von Gremienmitgliedern zu vernehmen. Längst hätten die Gremien selbst die Diskussion über die Rolle und den Auftrag der ARD anstoßen und der Debatte öffentliche Foren bieten müssen. Dabei kann es nicht um die Frage gehen, wie man die ARD am besten verkauft. Nur wenn wir alle öffentlich darüber verhandeln, welche ARD wir wollen und was sie uns wert ist, wenn wir über ihre Inhalte und Angebote streiten, kann das System wieder an Legitimation gewinnen.

Diemut Roether, Ellen Nebel, epd medien 9/2019, S. 6 (nicht online)

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)