Zitiert: Warum das Aus des Deutschen Fernsehballetts schade ist

Der Kulturrat hatte das Ballett schon 2014 auf die Rote Liste der bedrohten Kultureinrichtungen gesetzt. …. Es geht ein Stück Vielfalt verloren, denn das Besondere, das Kultur und vor allem Kultur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausmacht, ist ja, dass wir von ganz vielen Sachen etwas haben. Mit dem Fernsehballett geht diese ganz bestimmte Form des künstlerischen Ausdrucks verloren. … Stellen Sie sich vor, man würde auch die Chöre und Orchester, die der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat, in private Hände übergeben. Da würden sie auch sehen, wie schwierig ist, da letztendlich Gewinn zu erwirtschaften. … wir sind ja gerade im Bereich des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auch ein wenig verantwortlich für die Nischen, also für das, was eben nicht immer auf dem freien Markt erfolgreich sein muss. Und die Ballettkompanien in den Theatern sind ja auch subventionierte Ballettkompanien. Die hätten, wenn sie wirklich ihr Geld am Markt verdienen müssten, auch riesige Probleme. Das heißt, da leisten wir uns diese Kunstform. Und im Fernsehen werden wir sie uns zumindestens in dieser Form in Zukunft nicht mehr leisten. … Wir sollten Bereiche des öffentlich rechtlichen Rundfunks nicht privatisieren. Da liegt kein Segen drauf.

Olaf Zimmermann, MDR Kultur, 03.02.2020 (online)

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)