Zitiert: Über den Stellenwert von Wirklichkeit im Kino

Wann immer sich das Kino die Wirklichkeit zum Vorbild nimmt, und das tut es wahrlich oft, wird irgendjemand darauf hinweisen, dass die Abbildung nicht akkurat genug ist. …

Vor ein paar Jahren hätte jeder, der dem Kino verbunden ist, ohnehin gesagt, dass Filme keine Lehrveranstaltung sind. Wer es genauer wissen will, sollte ein Geschichtsbuch lesen. Wer sich Greta Garbo in “Mata Hari” aus dem Jahr 1931 ansieht und dann glaubt, er wisse jetzt alles über die Spionin, deren Leben diese Geschichte so ungefähr erzählt, ist selbst schuld. … Es hat früher andere Debatten übers Kino gegeben, über die Auswirkungen der Geschichten auf Menschen. Besonders heftig entbrannten sie um die Jahrtausendwende, als eine Reihe von Morden geschahen, die von Filmen inspiriert zu sein schienen oder wo die Täter einen Film als Vorbild nannten. … Vielleicht steckt einfach viel zu viel Kino in unserem Alltag. Das Kino handelt mit gefühlten Wahrheiten, und das tun heute viel zu viele andere auch.

Susan Vahabzadeh, sueddeutsche.de, 26.02.2019 (online)

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)