Zitiert: Medien in der Haltungskrise

Wenn sich maßgebliche Berichterstattung und Kommentatoren darauf einigen, Politik fast ohne politische Inhalte, dafür mit Geschichten über persönliche Konflikte zu vermitteln, dann sind sie vielleicht mehr als Multiplikatoren politischer Prozesse, dann sind sie möglicherweise ein Teil des Problems. …. Angesichts beider jüngster Parteitage mag die SPD als selbstzerstörerische Klassenkämpferpartei dargestellt worden sein, die die Internationale singt. Aber dass die völkisch orientierte und an deutschen Arbeitnehmerinteressen völlig desinteressierte AfD wenige Tage zuvor in den weichsten Tönen davonkommt, das ist nicht nur auf den Hund gekommener journalistischer Anspruch. Das wird langsam gefährlich.

Bodo Morshäuser: Medien in der Haltungskrise. Sächsische Zeitung, 10.01.2020 (nicht online)

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)