Zitiert: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk schmückt sich nicht mit seinen Verdiensten und Erfolgen

Kein anderer Player hat solches Engagement und solche Erfolge vorzuweisen. Schmückt sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit diesen Verdiensten und Erfolgen? Manchmal könnte man meinen, er versteckt das spannende und preisträchtige Programm regelrecht zu nächtlicher Stunde, denn es passt oftmals nicht ins Programmschema und gefährdet so die Quote. … Der öffentlich-rechtliche Rundfunk setzt seit 1984, als Reaktion auf die damals entstandenen Privatsender auf die neoliberale Quote der Marktanteile. …. Junge Leute haben den Anspruch, sich und ihre Perspektive auf die Welt im Programm wiederzufinden. Und wenn sie das nicht können, werden sie weder protestieren, noch Leserzuschriften schicken. Sie schalten einfach dort hin um, wo sie diese finden.

Und so trägt sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk selbst zu Grabe. Aber das dürfen wir nicht hinnehmen, denn der öffentlich-rechtliche Rundfunk gehört uns nicht. Er gehört der nachfolgenden Generation, die wir sehenden Auges von ihm entfremden. …. So weiter zu machen wie bisher, ist riskanter, als praktisch jedes Risiko, das man mit einer Kehrtwende eingeht und noch ist es nicht zu spät.

Julia von Heinz, Blickpunkt:Film, 02.12.2019 (online)

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)