Zitiert: Das Geschäftsmodell der Plattformen

Ich muss sagen, dass mittlerweile in der Tat wieder intelligenteres Fernsehen gemacht wird. Das ist eindeutig den Plattformen zu verdanken. …. Hier zählen die Subscriber, die Aboabschlüsse und nicht in erster Linie die Quote eines einzelnen Films über die gesamte Bevölkerung gerechnet. Da Plattformen keine Quoten veröffentlichen, steht die Qualität wieder viel mehr im Vordergrund. Das ist eine extrem positive Entwicklung, die ganz bewusst von allen Marktteilnehmern aufgegriffen wird. … Den Plattformen geht es allein darum, neue Kunden zu gewinnen. Die Entscheidung, eine Serie nach der zweiten oder dritten Staffel zu beenden, liegt gar nicht am vermuteten Misserfolg. Vielmehr brauchen die Anbieter frischen Content. Es geht darum, immer etwas Neues aus dem Ärmel zu zaubern. Damit lockt man potenzielle neue Abonnenten. Außerdem erhält man wesentlich mehr Presse. Eine vierte Staffel ist doch oft schon gar keine Meldung mehr Wert. … Beim Öffentlich-Rechtlichen und im Free-TV hat man immer wie Quote im Nacken. Bei Netflix habe ich das nicht. Das macht definitiv einen Unterschied in der Qualität und Zielgruppenansprache.

Heinrich Ambrosch, Blickpunkt:Film, Fokus Austria, S. 28 (nicht online)

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)