Zitiert: BBC hat es schnell geschafft, sich ohne Quote der Geschlechtergerechtigkeit schnell zu nähern

In Beiträgen der BBC kommen deutlich mehr Frauen zu Wort als noch vor einem Jahr. Der Grund ist ein Wettbewerb.

Vor einem Jahr lancierte die britische Rundfunkanstalt BBC den internen Wettbewerb „50:50“. Ziel ist es, bis 2020 in den Beiträgen einen Frauenanteil von 50 Prozent bei den Protagonistinnen und Protagonisten zu erreichen. Abstriche an der inhaltlichen Qualität soll es nicht geben. Es sollen immer die Besten zu Wort kommen. Zu den Protagonistinnen und Protagonisten gehören alle Personen, welche eine Redaktion auswählen kann, also beispielsweise Interviewpartnerinnen, Expertinnen, aber auch Kommentatorinnen und Reporterinnen. Nicht dazu gehört beispielsweise eine Premierministerin, die im Parlament spricht.

Mehr als 500 Teams von Sendungen der BBC und der BBC-Digitalredaktion haben sich bisher entschieden, freiwillig am Wettbewerb teilzunehmen. Sie erheben jeden Tag die Frauenanteile in ihren Beiträgen. Diese vergleichen sie jeden Monat mit den Frauenanteilen in den Beiträgen der anderen teilnehmenden Redaktionen. Dies soll die Redaktionen motivieren, mehr Frauen zu Wort kommen zu lassen.

Barbara Marti, infosperber.ch, 22.07.2019 (online)

Wie Tony Hall verkündet, hatte im April 2019 jedes einzelne der BBC-World-News-Teams, die ihre Berichterstattung in den vergangenen zwölf Monaten analysiert hatten, eine Quote von 50 Prozent an weiblichen Mitwirkenden. Insgesamt konnten 74 Prozent der teilnehmenden Redaktionen Sendungen produzieren, die zur Hälfte von Frauen gemacht wurden. … Die Idee hinter der Initiative: Jeden Tag sollte das Programm der BBC-Sender hinsichtlich der Zahl der Reporter sowie Reporterinnen und der Protagonisten und Protagonistinnen der Beiträge analysiert werden – und eine gleichberechtigte Verteilung erreicht werden.

Theresa Hein, sueddeutsche.de, 16.05.2019 (online)

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)