Was die drei Medienanstalten MSA, SLM und TLM jetzt an Unterstützung bieten

Der Vorstand der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) befasste sich am 23.03. mit den negativen Auswirkungen der Pandemie auf die privaten Rundfunkunternehmen in Sachsen-Anhalt und forderte  Unterstützung für private Rundfunkanbieter. Der Vorsitzende des Vorstandes Markus Kurze ließ sich zu zitieren: „Gerade auch in Krisenzeiten sind unsere privaten Medien Garant für verlässliche Informationen. Zur Sicherung der individuellen und öffentlichen Meinungsbildung sind sie unverzichtbar und benötigen jetzt schnelle und unkomplizierte Unterstützung. Wir fordern die Landesregierung daher auf, die privaten Rundfunkveranstalter als systemrelevante Unternehmen bei ihren weiteren Planungen zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus, aber besonders auch in die Überlegungen für finanzielle Stabilisierungsmaßnamen einzubeziehen.“ (online)

Die Sächsische Landesmedienanstalt reagiert am 03.04. mit einem Maßnahmenpaket. „Für die Dauer der Krise übernimmt die SLM die Verbreitungskosten aller sächsischen Lokal-TV-Anbieter mit einem aktuellen Bewegtbildangebot zur Krise”, teilte der Präsident des Medienrates der SLM, Prof. Dr. Markus Heinker, mit. „Wir schöpfen damit die rechtlichen Möglichkeiten voll aus.“ Diese Regelung soll rückwirkend ab dem 01.03. in Kraft treten und gilt zunächst bis zum 30.06.2020. Daneben wurde ein Sonderpreis mit einem Gesamtvolumen von 100.000 Euro ausgelobt. Die SLM befasst sich auch mit der Situation des nichtkommerziellen Lokalrundfunks in Sachsen. (online)

Die Thüringer Landesmedienanstalt betont die Bedeutung der Rundfunkfreiheit und Vielfalt in Krisenzeiten und TLM-Direktor Fasco führt am 08.04. aus: „Wir sehen unsere Aufgabe als Landesmedienanstalt nun darin, weitere Unterstützungsmöglichkeiten für die Veranstalter und ihre wichtige Arbeit für die Gesellschaft zu eröffnen. Hierzu sind wir im engen Austausch mit der Thüringer Staatskanzlei. Ziel ist es, weitere über den von Bund und Land ausgerollten Rettungsschirm hinausgehende Hilfen zur Abfederung der Übertragungskosten zu ermöglichen.“ (online)

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)