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Mai
30
Di
19:00 Zwischen Glaskugel und professio... @ Landesvertretung Rheinland-Pfalz
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Mai 30 um 19:00 – 22:00
Journalismus ist die Profession, bei der man nach den Ereignissen das wusste, was man vorher nicht geschrieben oder gesendet hat. Der Rohstoff für die Interpretationen und Meinungen kommt meist aus der Werkstatt der boomenden Branche[...]
Jun
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ganztägig Mediale Flieh- und Bindungskräft... @ Deutsche Welle
Mediale Flieh- und Bindungskräft... @ Deutsche Welle
Jun 8 – Jun 9 ganztägig
47. Jahrestagung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte in Kooperation mit der Deutschen Welle und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Programm (online)

Verlage im Widerspruch

„Das Geschäftsmodell der Verlage besteht darin, Anzeigen zu verkaufen. Weil es im Internet allerdings unendlich viel Platz gibt, der mit Anzeigen gepflastert werden könnte, fallen die Preise ins Bodenlose. Damit sich diese Anzeigen trotzdem rechnen, produzieren die Medienhäuser so viele Inhalte wie möglich, um so viele Anzeigen wie möglich schalten zu können, wodurch sie aber nur noch mehr Platz schaffen und so wiederum zum Preisverfall beitragen“, schreibt Felix Stephan auf Zeitonline. Doch auch wenn es logisch klingt, ist die Realität anders. Auch schon zu Seiten, als nicht viele Anzeigen im Netz standen, waren die Preise gering. Es war eben fraglich, wenn man damit erreicht. Allerdings ändert sich dies dann, wenn man über Nutzerdaten verfügt und diese gezielt nutzt.

„Facebook verfügt über ausreichend spezialisiertes Wissen über seine Nutzer, um Anzeigen so zielgerichtet platzieren zu können, dass sie besonders effektiv sind. Und für dieses Wissen wollen Anzeigenkunden unbedingt Geld ausgeben, weshalb sich diese personalisierte Werbung bedeutend teurer verkaufen lässt. Wenn die Verlage also ihr Geschäftsmodell den Bedingungen des digitalen Zeitalters anpassen möchten, müssten sie diese Daten auch selbst erheben. Sie müssten wie Facebook werden. Um dann wieder Redakteure bezahlen zu können, die schreiben, dass es undemokratisch, illegal und entwürdigend ist, seine Nutzer derart auszuspähen.“ (Felix Stephan, ZeitOnline, 20.05.2015, weiterlesen)

Doch läuft es automatisch auf diesen Widerspruch hinaus? Kann man nicht den Nutzerinnen und Nutzern anbieten darüber mitzubestimmen, welche Daten man von ihnen erfasst? Warum soll es nicht möglich sein, dass deren Daten auch wieder gelöscht werden, wenn die Nutzerinnen und Nutzer dies wollen?

Fest steht doch, dass Journalismus schon immer querfinanziert wurde. Früher wurden die Werbeeinahmen dazu genutzt. Heute haben sich die Verlage wesentlich breiter aufgestellt. Viele erzielen immer noch zweistellige Renditen. Allerdings sind viele nicht mehr bereit, überdurchschnittlich in Journalismus zu investieren und auf einen Teil des Gewinns zu verzichten.

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Wer von der Herrschaft der politischen Korrektheit spricht, hat noch eine Vorstellung von einer klar strukturierten bürgerlichen Öffentlichkeit, in der einige wenige über den Zugang zu den kommunikativen Kanälen entscheiden. Wie abwegig diese Vorstellung mittlerweile ist, zeigt nicht zuletzt die Debatte über das nicht gerade souveräne Verhalten der Tagesschau-Redaktion.   Harry Nutt, Berliner Zeitung, 08.12.2016, Weiterlesen 
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