Dokumentiert: Höherer Finanzausgleich für SR und Radio Bremen wird aus Sportrechteetat finanziert?

In einer Presseerklärung der ARD zum Finanzausgleich wird Tom Buhrow als ARD-Vorsitzender so zitiert: „Die Entscheidung war eine Belastungsprobe für die ARD. Wir standen vor der Frage, wie wir bei real sinkenden Budgets solidarisch miteinander zu einer guten Lösung kommen. Ich freue mich, dass wir das in so kurzer Zeit geschafft haben – für die Menschen im Saarland und in Bremen, für die Vielfalt im Land. Die Unterstützung erbringen die ARD-Sender gemeinsam – allen voran der BR, MDR, NDR, SWR und WDR. Um die zusätzlichen Ausgaben gegenzufinanzieren, wird die ARD auch in der kommenden Beitragsperiode ihre Sportrechteausgaben weiter stabil halten und nicht wie geplant erhöhen.

Vor über zwei Jahren, Ende Dezember 2017, erklärte BR-Intendant Ulrich Wilhelm zu Beginn des ARD-Vorsitzes gegenüber digitalfernsehen.de: „Der Sportrechte-Etat der ARD ist seit Jahren streng gedeckelt. Wir müssen jeden Abschluss, der teurer wird, durch die Absenkung des Preises bei einem anderen Sportrecht kompensieren.“

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)