Zitiert: Zukunft der Kultur im Zeitalter der künstlichen Intelligenz

Technische Feinheit: Die Maschine hat die Bücher memorisiert, nicht gespeichert. Sie hat sie also nicht kopiert und in einer Datenbank abgelegt, sondern vom Original so gut gelernt, dass es ähnliche oder gleiche Werke schaffen kann. Was es im Sinne der Kulturgeschichte noch schlimmer macht. Da geht es nicht um Raubkopien, wie Anfang der Nullerjahre, als digitale Klone die Geschäftsmodelle der Kulturwirtschaft bedrohten. Es geht darum, dass Maschinen mithilfe menschlicher Werke lernen, ihnen ihre Arbeit buchstäblich wegzunehmen. Im Kern geht es beim Fall des kleinen Drachen Kokosnuss also um die Zukunft der Kultur im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.

Andrian Kreye, sueddeutsche.de, 31.03.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)