Uwe Bolls FSK-Skandalfilm mit Armie Hammer erreicht dank Elon Musk Millionen. Dabei zeigt er vor allem einen Spießbürger im Blutrausch. Ein Film, den unter normalen Umständen niemand gesehen hätte, beschäftigt seit Wochen die Republik. […]
Ein trashiger, billig produzierter Streifen, der regulär im Kino sang- und klanglos untergegangen wäre, erreichte so ein Millionenpublikum. Der „Layla“-Effekt – ein Werk wird erst durch die Empörung über seine angebliche Unterdrückung zum Hit – funktionierte auch hier.
Das ist die eigentliche Pointe dieser Geschichte: Es brauchte nur einen Regisseur, der laut genug „Zensur“ ruft, und einen Milliardär, der die Aufmerksamkeitsströme lenkt. So wird selbst einer der schlechtesten Filme des Jahres zum Politikum. Nicht weil er etwas zu sagen hätte, sondern weil das System der digitalen Öffentlichkeit jeden Kulturkampf belohnt, egal wie dürftig sein Anlass ist.
Bernd Müller, Telepolis, 07.07.2026 (online)

