Zitiert: Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit sich umgehen muss

Es wirkt ohnehin paradox, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk gerade fortwährend denjenigen eine Bühne geben muss, die ihn abschaffen wollen. Über die Form, wie das geschieht, muss man streiten, aber grundsätzlich führt kein Weg daran vorbei: Solange die AfD nicht verboten ist, müssen ARD und ZDF auch ihren erklärten Feinden ihre Mikrofone hinhalten.

Das ist oft schmerzhaft genug. Aber man kann von ihnen nicht erwarten, still zuzusehen, wie an ihrer Abschaffung gearbeitet wird. […] Ein guter öffentlich-rechtlicher Rundfunk muss sich selbst hinterfragen, aber selbstbewusst für sich und seine Qualitäten einstehen. Auch und gerade im Wahlkampf, wenn es für ihn um alles geht.

Stefan Niggemeier, sueddeutsche.de, 26.08.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)