Unsere Redaktion hält schließlich auch ein hohes Maß an Expertise für andere Redaktionen der ARD vor, nicht nur beim Thema Rechtsextremismus. Auch deshalb wünsche ich mir, dass die journalistische Arbeit der politischen Magazine in der ARD wieder mehr wahrgenommen wird. […]
Auch die Zahl der Sendungen wurde reduziert. Das war in meinen Augen ein großer Fehler. Es geht in der ARD gerade vor allem um Einsparungen, Strukturreformen und Zielgruppen. Die Frage, warum es uns gibt, was unser Auftrag als öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist, droht dabei in den Hintergrund zu geraten. In der Mediathek führen die Politikmagazine ein Schattendasein.
Dabei gibt es in diesen Zeiten einen zunehmenden Bedarf an hintergründiger Berichterstattung, wie sie im Tagesgeschäft nicht immer geleistet werden kann. Anders ausgedrückt: Wer das Chaos, das wir alle auf der großen Weltbühne erleben, nur abbildet und nicht erklärt, verstärkt die Verunsicherung.
Georg Restle, zeit.de, 25.03.2026 (online)

