Zitiert: Warum öffentlich-rechtliche Medien an der AfD scheitern

Liveschalte mit interessierten Redakteurinnen und Redakteuren eines öffentlich-rechtlichen Senders. Auf Einladung geben wir Input zum journalistischen Umgang mit der AfD. Erklären, warum Livegespräche oder aufgezeichnete, aber ungeschnittene Interviews (live on tape) so oft scheitern (…) Das Interesse an der digitalen Aufklärungsveranstaltung ist riesig. Einige hundert Mitarbeitende des Senders nehmen teil und diskutieren mit, darunter Ressortleitungen und sogar der Chefredakteur des Senders. Der stimmt ausdrücklich unserer These zu, dass live oder wie live geführte Interviews mit AfD-Politikern oftmals das falsche Mittel sind. Im Chat melden sich Dutzende Journalistinnen und Journalisten des Senders, die sich wie wir für eine kritischere Berichterstattung über die AfD und für Kurskorrekturen aussprechen. Mission erfüllt? Könnte man denken. Neugierig verfolgen wir in den Wochen danach, was sich in den folgenden Interviews und Polittalks des Senders ändert. Die Antwort lautet: nichts.

Michael Kraske und Dirk Laabs, MDR Altpapier, 21.08.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)