Zitiert: Warum Deutschland einen Comedy-Streamer für Nerds braucht

Vorträge über die Nichtexistenz von Gemüse, Gameshows mit ständig wechselnden Regeln und ein Ensemble, das herausgefunden hat, wie man Impro-Comedy profitabel betreibt – so funktioniert der US-Streamingdienst Dropout. Peer Schader fragt: Ginge das auch bei uns? […]

Für Comedy, die nicht allen gefallen muss. Nur genügend Leuten, die bereit sind, dafür zu zahlen. Unrealistisch? Vielleicht. Die Unternehmenskulturen deutscher Produktionsfirmen sind sehr verschieden. Und überhaupt müsste man erst mal jemanden finden, der bereit wäre, all das in einer PowerPoint-Präsentation vor mehreren Geschäftsführungen vorzutragen.

Aber vielleicht ist genau das der Punkt: Es bräuchte jemanden, der das mit der Überzeugungskraft eines „Smartypants“-Vortrags angeht. Mit Quatschgrafiken, einer unhaltbaren These – und dem felsenfesten Glauben daran, dass sie stimmt.

Peer Schrader, dwdl.de, 25.04.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)