Zitiert: „Verzerrte“ Studien unterfüttern Misstrauen

Wenn politische Themen – etwa zu Flüchtlingen oder Integration – mit verzerrten „Studien“ unterfüttert werden, entstehen Narrative, die Debatten vergiften und Ängste schüren.

Das facht die ohnehin wachsende Wissenschaftsskepsis weiter an. Denn ein Misstrauen gegen unseriöse Studien kann sich langsam zu einem Misstrauen gegen die Wissenschaft allgemein entwickeln und trifft dann auch qualitativ hochwertige Forschung – mit schwerwiegenden Folgen für wichtige gesellschaftliche Debatten, etwa über Klimawandel, Impfungen oder öffentliche Gesundheit.

Die Wissenschaft selbst kann sich irren – das gehört zu ihrem Wesen. Die Mehrheit einzelner Studienergebnisse lässt zudem kaum die zugespitzten Aussagen zu, mit denen Medien oft arbeiten. Doch grundsätzlich ist die Wissenschaft vertrauenswürdig. Die Art, wie über sie berichtet wird, ist es oft nicht.

Sophie Tiganas, kobuk.at, 17.07.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)