Zitiert: Öffentlich-rechtlich in Deutschland und Österreich

Warum etwa sollten Intendanz-Kandidaten nicht ihre Ideen fernseh-öffentlich präsentieren – vielleicht nicht im saarländischen Dritten, aber bei der nächsten Wahl zum Chef des bundesweiten ZDF? Ungefähr solch ein großes Theater, wie der ORF es um sich selbst veranstaltet, verdient der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seinen schönen Idealen und seinen sicheren Einnahmen, zumal in Zeiten medialer Umbrüche. Und ähnlich harte Grundsatzdiskussionen über den ÖRR, aus dessen Finanzierung niemand austreten kann, wie in Österreich wird es hierzulande auch geben. (Bzw. gibt es sie längst, und sie werden bloß weniger wahrgenommen, weil in Deutschland alle Milieus nebeneinander statt miteinander diskutieren).

Insofern sollten die öffentlich-rechtlichen Rundfunksysteme Österreichs und Deutschlands bei Versuchen, zeitgemäße und schlanke Management-Strukturen zu etablieren und für den Wettkampf der besten Ideen dazu öffentliches Interesse zu wecken, unbedingt von einander lernen.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 10.06.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)