Gerade mal zwei Prozent der Autorinnen und Autoren können ausschließlich von ihrer Arbeit leben, sagt Lena Falkenhagen vom Verband deutscher Schriftsteller*innen. Das geht aus einem Datenreport hervor, den der Verband in Auftrag gegeben hat. Bei dem Report wurden Einkommenssteuer- und Umsatzsteuerdaten sowie Daten der Künstlersozialkasse ausgewertet. Um gut von der Literatur leben zu können, müsse ein Autor oder eine Autorin mittlerweile pro Jahr zwei bis vier Bücher auf den Markt bringen, sagt Falkenhagen.
Für viele in der Branche bedeutet das: Sie brauchen neben dem Bücherschreiben einen anderen Job, um ihre Miete zu bezahlen. Zuletzt hatte Schriftstellerin Bettina Wilpert für Schlagzeilen gesorgt, als sie bekannt gab, neben dem Schreiben Deutsch zu unterrichten. Den Job kündigte sie wenig später zwar wieder. Ihre Kritik blieb jedoch dieselbe: Es sei immer schwerer von der Literatur zu leben. (Mehr unter: Bücher)
Julia Hercka, tagesschau.de, 25.01.2026 (online)

