Zitiert: Newsrooms dürfen sich nicht mehr so stark am Breaking-News-Zyklus orientieren

Was sich ändern muss, ist unser Verständnis von erzählenswerten Geschichten: Wessen Geschichten erzählen wir und welche Rollen können Menschen darin einnehmen? Damit das passiert, dürfen sich Newsrooms nicht mehr so stark am Breaking-News-Zyklus orientieren. Dass Frauen als Quellen in Newsrooms unterrepräsentiert sind, liegt daran, dass man sich wegen strenger Deadlines eher an Personen wendet, die ohnehin sichtbar sind. Wenn Autorinnen vielleicht noch nie für ein großes Medium geschrieben haben, braucht das Lektorat länger. Wenn man also will, dass die eigene Plattform vielfältiger wird, heißt das nicht: „Macht das einfach!“ Die Lösung ist es, den Autorinnen und Autoren mehr Zeit zu geben. Fuller ist deshalb keine Breaking-News-Organisation, weil wir Veränderung vorantreiben wollen.

Eliza Anyangwe, derstandard.at, 24.04.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)