Zitiert: Klassisches Fernsehen verliert Zuschauer

Was guckst du? Netflix und Amazon mischen den deutschen TV-Markt auf – und junge Zuschauer kehren den klassischen Sendern in Scharen den Rücken. Bei RTL, Pro7 & Co. herrscht Panik. RTL fuhr 2017 mit 12,2 Prozent den schlechtesten Marktanteil seit Ende der Achtzigerjahre ein. Pro7 landete mit 9,5 Prozent auf dem tiefsten Wert seit 25 Jahren. Die großen Privatsender erreichen nur noch etwas mehr als 20 Prozent des Gesamtpublikums – in den Glanzzeiten waren es 42 Prozent. Im vergangenen Jahr sahen die Deutschen unter 50 Jahren im Schnitt 160 Minuten pro Tag „klassisch“ fern. 2016 waren es noch 171 Minuten, 2011 sogar 192 Minuten.

 

Imre Grimm, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 12.01.2018 (online)

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)