Zitiert: Kaum Gamesjournalismus

Videospiele sind ein vergleichsweise junges Medium und werden von der Berichterstattung noch immer vernachlässigt. Das muss sich ändern. […]

Der Game-Journalismus hinkt auch in anderen Bereichen hinterher, ist zum Beispiel nicht divers genug. Wer die Videospielunterseiten bei der Zeit, dem Spiegel oder der taz anschaut, findet unter den Autor:innen fast nur männlich gelesene Namen. Viele Fachmagazine stehen zudem im Verdacht, nicht kritisch genug zu berichten – weil die Studios, über die berichtet wird, dort Werbung schalten. […]

Den Aufstieg von KI könnte man also auch als dornige Chance sehen: Vielleicht ist nun endlich Zeit, weniger Service und mehr kritischen Journalismus zu machen? Ich wünsche mir eine Berichterstattung, die nicht nur die großen Blockbuster im Blick hat, sondern auch unabhängige und unkommerziell entwickelte Videospiele. Und der sich trotz allem traut, kritisch zu sein.

Alexandra Hilpert, taz.de, 16.07.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)