Zitiert: Internet offenbart „More oft he same“ bei ARD, ZDF und Deutschlandradio – statt Vielfalt

Wie schwer es der ARD fällt, neue Ideen zu realisieren, kann man zum Beispiel an ihrem Hörfunkangebot im Netz ablesen. Zwar startete im November 2017 die ARD-Audiothek, über die der Senderverbund im November 2018 vermeldete, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten mehr als eine halbe Million Mal installiert worden sei, doch tatsächlich ist es äußerst umständlich in dieser Audiothek, nach laufenden Sendungen zu suchen.

Das ist vielleicht deshalb so, weil ansonsten auffiele, dass es mit der großen Vielfalt der ARD-Radioprogramme nicht allzu weit her ist, dass sich diese letztlich auf vielleicht acht bis zehn Grundformen reduzieren lassen und dass viele Anstalten dasselbe senden, was auch die Programme der anderen Landesrundfunkanstalten ausstrahlen. Dass im Internet alle Sender von ARD, ZDF und Deutschlandradio präsent sin und so das More of the same für jeden, der es prüfen will, deutlich vor Augen und Ohren tritt, ignorieren die Verantwortlichen der Öffentlich-Rechtlichen eisern.

Dietrich Leder, Medienkorrespondenz 1-2/2019, S. 10

Kommentar verfassen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)