Nachdem Viktor Orbán in Ungarn jahrelang die Medienlandschaft zu seinen Gunsten umgebaut hat, soll die Presse nach seiner Abwahl wieder unabhängig werden. Umfassende Reformen sind im Gang – mit überraschenden Problemen. […]
An diesem Sonntag tritt die Novelle des Mediengesetzes in Kraft, mit der die neue Regierung den Umbau des Systems beginnt. Das Land sei jetzt „ein weißes Blatt“, sagt Pavol Szalai, Leiter des neuen Mittel- und Osteuropa-Büros von Reporter ohne Grenzen, in Prag: Es könne von vorn beginnen – zu einem Preis, den vor allem die Bürger zahlen. […]
Zurück bleibt ein Informationsvakuum: In der Provinz, wo die Fidesz-Blätter oft die einzige Lokalpresse waren – gleichgeschaltet bis hin zu den Lokalradios, die ihre Nachrichten gratis von der Staatsagentur MTI bezogen –, könnte es vielerorts schlicht keine Nachrichten mehr geben. (Mehr unter: Ausland)
Artur Weigandt, faz.net, 26.07.2026 (online)

