Zitiert: Ein Blatt für die Community

Der „Bristol Cable“ gehört seiner Leserschaft – mehreren tausend Menschen in der britischen Stadt. Ein Modell für die Zukunft des Lokaljournalismus? […] Anders als die meisten Lokalmedien bringt der Bristol Cable keine tagesaktuellen Nachrichten. Die Idee: investigativ recherchieren – aber vor der eigenen Haustür. […]

„Am Anfang lief alles aus einem Wohnzimmer heraus“, sagt Redakteurin Priyanka Raval. Heute produzieren sie vier Printausgaben im Jahr, in einer Auflage von 12.000 Exemplaren. Sie liegen über die Stadt verteilt aus und sind kostenlos. Dazu veröffentlicht der Cable Artikel, Videos und Podcasts online – ohne Paywall. […]

Das geht, weil die Zeitung eine Genossenschaft ist, ähnlich wie die taz. Sie finanziert sich zu sechzig Prozent über Beiträge der Mitglieder. Mindestbeitrag: ein Pfund im Monat. Im Durchschnitt zahlen Abonnent:innen 2,50 Pfund. Der Rest sind Spenden und Fördermittel. Die Genossenschaftsform soll ermöglichen, dass die Zeitung nicht auf Werbung und Klickzahlen angewiesen ist.

Amira Klute, taz.de, 07.04.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)