Zitiert: Diese Bilder des deutschen Filmerbes dürfen nicht verschwinden

Zehn Jahre lang hat das Förderprogramm Filmerbe für die Digitalisierung von deutschen Filmklassikern gesorgt. Jetzt steht das Programm auf der Kippe. Der Bund, die Länder und die Filmförderungsanstalt müssen handeln. […]

Warum gilt dann nach wie vor: Filmerbe in Gefahr? Weil, kaum überraschend, die Finanzierung auf der Kippe steht. Die FFA leidet unter Einnahmerückgängen. Einige Bundesländer haben sich ganz aus dem Programm zurückgezogen, besonders jene, in denen nur wenige Filme produziert wurden – als würden Filme nur dort geschaut, wo sie entstanden sind. Auch der Kulturstaatsminister musste seinen Anteil im Rahmen einer globalen Minderausgabe um etwa ein Drittel kürzen, signalisiert jedoch, diese Summe auch zukünftig bereitstellen zu wollen. Insgesamt ist damit das Programm, das 2028 ausläuft, seit dem vergangenen Jahr um die Hälfte geschrumpft. […]

In der Diskussion um die Zukunft des Förderprogramms droht nun eine Umdeutung und letztlich die Aufgabe der ursprünglichen Ziele. Die Richtlinie formuliert unmissverständlich: „Ergebnis der Digitalisierung ist mindestens Vorführqualität.“ Eine Vorführgeschichte im Kino ist die unabdingbare Voraussetzung, Kinotauglichkeit dann das Endprodukt der Digitalisierung. Das lässt sich nicht ohne Aufwand erreichen.

Rainer Rother, faz.net, 14.07.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)