Die Kritik von uns Personalräten war schon vor einem Jahr, dass ein Teil der Reformen zu kurz greift und ein anderer den ÖRR beschädigen könnte. […]
Das ist für die freien Mitarbeiter der Sender besonders schlimm, denn die leben von Honoraren, und seit der letzten Beitragserhöhung hat die Inflation zehn bis 15 Prozent betragen. Selbst, wenn Honorare mal erhöht werden, was beim RBB seit zwei Jahren nicht geschehen ist: Das Budget wird insgesamt nicht größer, also werden weniger Beiträge eingekauft. Ein anderer großer Kritikpunkt: Der ÖRR wird zusätzlich reglementiert, während die großen Onlineplattformen wie Youtube, die sich rasant entwickeln und Konkurrenten des ÖRR sind, überhaupt nicht reglementiert werden. […]
Auch in der digitalen Welt braucht man Personal für gute Inhalte. Das trifft jetzt besonders die Freien. Wir bedauern sehr, dass wir beim RBB für langjährige Freie – anders als andere ARD-Sender – keinen sogenannten Beendigungsschutz haben, also Schutz vor einem Ende ihrer Beauftragung.
Christoph Reinhardt, nd-aktuell.de, 16.12.2025 (online)

