Der Medienstaatsminister berichtet immer wieder gern, ihm hätten „Verleger“ erzählt, sie würden sich vor einem bevorstehenden „Mediazid“ fürchten. Ich habe noch keine Verlegerin oder Verleger getroffen, die bei dieser Gruseldystopie am staatsministeriellen Lagerfeuer dabei waren. […]
Weimers sattsam bekannte und viel kritisierte Mischung aus Schwurbelei und düsteren Prognosen ist weder wertfrei noch unbeabsichtigt. Sein Auftritt bei der Adenauer-Stiftung lag ganz zufällig direkt vor dem Start der großen gemeinsamen Aktion „Demokratie braucht viele Stimmen“, zu der sich eine noch nie dagewesene Zahl von Medienunternehmen, Branchenverbänden und Journalistenorganisationen zusammengeschlossen hat und so mehr Bewusstsein für die Rolle von glaubwürdiger Information und professionellem Journalismus für die Gesellschaft wecken will.
Steffen Grimberg, turi2.de, 17.09.2026 (online)

