Vier Jahre sind seit dem Start des „Deutschen Zeitungsportals“ im Herbst 2021 verstrichen. Die Internetseite macht alte Zeitungen aus allen Teilen des Landes, große und kleine, im Faksimile und Volltext verfügbar. Die Aufbauphase ist abgeschlossen. Aber das heißt nur, dass die Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft vorbei ist. Die Bestände müssen wachsen. Wie ist der Stand der Dinge? Fragen an die Projektleiterin Lisa Landes. […]
Beim Start hatten wir neun solcher Datenpartner, die uns 600.000 Ausgaben aus 247 Zeitungen bereitgestellt haben. Heute sind es dreiundzwanzig mit 4,1 Millionen Ausgaben und fast 2000 Zeitungen, 26 Millionen Seiten gesamt. Das ist ein rasantes Wachstum. Neunzig Prozent der Blätter lassen sich per Volltext durchsuchen. […]
Eine Nutzergruppe ist die Wissenschaft, vor allem, aber nicht nur, die Geisteswissenschaft. Die profitiert unter anderem von der Möglichkeit, über eine standardisierte Schnittstelle große Mengen an Daten herunterzuladen, um sie dann mit einer eigenen Software zu analysieren. Auch Familienforscher besuchen das Portal, weil sie zum Beispiel Hochzeits- und Todesanzeigen darüber finden. Wir waren deshalb auch auf Genealogentagen präsent. Insgesamt kommen wir aktuell auf ungefähr 20.000 Nutzer im Monat.
Matthias Hannemann, faz.net, 25.11.2025 (online)

