Zitiert: Der Unterschied zwischen digitalem Journalismus und Onlinejournalismus

„Digitaler Journalismus signalisiert also die Veränderung des Journalismus als kulturelle Praxis, während der Begriff Onlinejournalismus lediglich angibt, auf welchem Übertragungsweg Journalismus stattfindet bzw. eher einen Vertriebskanal in Abgrenzung zu Rundfunk oder Printerzeugnissen bezeichnet. Mit ersterem sind zudem die strukturellen Veränderungen besser beschrieben, die von der Digitalisierung in ihrer Totalität ausgehen. Verglichen mit dem analogen Journalismus bringt die Digitalität neue Chancen, aber auch Herausforderungen für das journalistische Handeln mit sich, und zwar mit weitreichenden Auswirkungen auf der kommunikativen, handwerklichen, technologischen und wirtschaftlichen Ebene. Sie bedingt zugleich die Erschließung neuer Distributionswege durch das mobile Internet, erfordert flexible Abläufe innerhalb der Redaktion und hebt auf teil- und vollautomatisierte Recherche-, Publikations- und Koordinationsprozesse ab. …

Partizipation des Publikums und Digitaler Journalismus können im Idealfall ein Verhältnis gegenseitiger Befruchtung darstellen: Beide Seiten profitieren, tendenziell verbessert sich die Kommunikationsökologie der Gesellschaft insgesamt. Dieser Prozess steht jedoch noch ganz am Anfang. Festzuhalten bleibt deshalb, dass der Lernbedarf auf beiden Seiten noch ganz erheblich ist.“

 

Volker Lilienthal, Stephan Weiichert u.a. in Media Perspektiven 01/2015

 

 

Weiterlesen

 

Kommentar verfassen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
"Die aktuelle Höhe des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro entspricht längst nicht mehr dem realen Aufwand", sagte der BR-Rundfunkratsvorsitzende Lorenz Wolf. "Legt man die derzeitige Rücklagenentnahme auf die Höhe des monatlichen Beitrags um, dann werden heute real 18,35 Euro verausgabt. Diese Rücklage wird bis 2020 gänzlich erschöpft sein. Mit 17,50 Euro wäre der vorgelegte Wirtschaftsplan 2019 nicht realisierbar." Dwdl.de, 06.12.2018 Weiterlesen    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)