Digitalminister Wildberger forciert die Unabhängigkeit von US-Tech-Riesen, setzt auf einen „IT-Videoschiedsrichter“ und plant europäische Palantir-Alternative.
Im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) weht ein frischer Wind: Ressortchef Karsten Wildberger (CDU) hat der technologischen Abhängigkeit von den USA den Kampf angesagt. Er konkretisiert, wie die Bundesverwaltung und die Sicherheitsbehörden mittelfristig ohne die Dominanz von Branchengrößen wie Microsoft und der umstrittenen Big-Data-Firma Palantir auskommen sollen. Für den Minister ist es dabei nicht nur eine Frage der IT-Infrastruktur, sondern auch eine der nationalen Souveränität.
Dass die Dringlichkeit hoch ist, belegen Zahlen aus der Haushaltsrechnung. Demzufolge sind allein die Ausgaben des Bundes für Microsoft-Produkte im Jahr 2025 auf 481,4 Millionen Euro angewachsen.
Stefan Krempl, heise.de, 14.04.2026 (online)

