Insgesamt zeichnet sich anhand der bisherigen empirischen Forschung deshalb ab, dass die impliziten Personalisierungsmechanismen und deren Auswirkungen auf die Bildung von Filterblasen eher überschätzt werden. Die Metaphern und ihre pauschalisierenden Annahmen sind schlicht zu einfach, um evidenzbasiert die tatsächliche Komplexität des gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozesses adäquat abzubilden. Anstatt lediglich die implizite Personalisierung als treibende Kraft für die Bildung von Filterblasen anzusehen, bedürfen sowohl individuelle als auch kollektive Rahmenbedingungen einer stärkeren Gewichtung in der Forschung und ggf. auch in staatlichen oder öffentlichen Maßnahmen (Medienkompetenz) oder gar im regulatorischen Rahmen.
KEK: 8. Konzentrationsbericht, 2025 (online)

