Zitiert: ARD verpasst bei Radioreform selbst gesetzte Sparziele

Die ARD muss auch im Hörfunk sparen, doch fällt das offenbar schwer. Medieninsider liegen interne Unterlagen vor, die zeigen: Bisherige Spareffekte sind gering – und selbst gesteckte und zugleich überschaubare Ziele werden nicht einmal erreicht.

Es ist ein Novum in der Geschichte der ARD-Hörfunkwellen: Ab 2027 schrumpft erstmals die Zahl der linearen ARD-Hörfunksender. Künftig dürfen maximal 53 Radioprogramme terrestrisch senden, derzeit sind es 69. Eine Kürzung um rund ein Viertel. So haben es die Bundesländer im Reformstaatsvertrag zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk festgelegt.

Betroffen sind digitale Spartenprogramme, ausgerichtet etwa auf Klassik, Schlager oder Jugend. Reichweitenstarke Programme bleiben verschont. […]

Was die Einstellung der linearen Sender angeht, so lasse sich die zukünftige Einsparsumme „noch nicht seriös bestimmen“, erklärt die ARD-Pressestelle auf Anfrage von Medieninsider. Allzu hohe Erwartungen sollte man womöglich nicht haben. Zumindest werden diese gedämpft, wenn man bisherige Maßnahmen zugrunde legt. (Paid)

Volker Nünning, Medieninsider, 11.02.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)