Die ARD muss auch im Hörfunk sparen, doch fällt das offenbar schwer. Medieninsider liegen interne Unterlagen vor, die zeigen: Bisherige Spareffekte sind gering – und selbst gesteckte und zugleich überschaubare Ziele werden nicht einmal erreicht.
Es ist ein Novum in der Geschichte der ARD-Hörfunkwellen: Ab 2027 schrumpft erstmals die Zahl der linearen ARD-Hörfunksender. Künftig dürfen maximal 53 Radioprogramme terrestrisch senden, derzeit sind es 69. Eine Kürzung um rund ein Viertel. So haben es die Bundesländer im Reformstaatsvertrag zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk festgelegt.
Betroffen sind digitale Spartenprogramme, ausgerichtet etwa auf Klassik, Schlager oder Jugend. Reichweitenstarke Programme bleiben verschont. […]
Was die Einstellung der linearen Sender angeht, so lasse sich die zukünftige Einsparsumme „noch nicht seriös bestimmen“, erklärt die ARD-Pressestelle auf Anfrage von Medieninsider. Allzu hohe Erwartungen sollte man womöglich nicht haben. Zumindest werden diese gedämpft, wenn man bisherige Maßnahmen zugrunde legt. (Paid)
Volker Nünning, Medieninsider, 11.02.2026 (online)

