Quotenerfolg bei ARD und ZDF durch 200 Krimis um 20.15

„Das Format ist Fernsehens und Publikums Liebling. Zusammen mit den Champions-League-Rechten wurde der Krimi zum Treibstoff des ZDF-Erfolgs. 2010 hatte das ZDF 94, das Erste 73 Krimis am Start. Der Höhepunkt war im vergangenen Jahr erreicht: 113 Krimis um 20 Uhr 15, die ARD war bei 78 Gerneprogrammen angelangt“, berichtet Joachim Huber im Tagesspiegel.

 

Zitat: NDR-Fernsehspielchef steht auf Quote

Christian Granderath: “Wenn du eine ambitionierte Primetime-Serie produzierst und sie hat einen Marktanteil von unter zehn Prozent, ist das kein Erfolg, sondern das Gegenteil … Warum sollte ich eine teure Serie machen, die drei Millionen Zuschauer hat, wenn ich auch eine günstigere machen kann, die sechs Millionen erreicht?“

 

Was aus seiner Sicht richtig sein mag, verhindert modernes Fernsehen, schreibt David Denk in der Süddeutschen Zeitung.

 

Süddeutsche Zeitung, 19.04.2016 (online)

ARD: Die Spanne zwischen Darstellung und Wirklichkeit

Das Handelsblatt hat dem ARD-Vorsitzenden und NDR-Intendanten Lutz Marmor einen Gastkommentar zugestanden.Dieser wurde am 7. Juli veröffentlicht. Darin führt er unter anderem aus:

 

„Zu unserem Auftrag gehören aber auch Unterhaltung und Sport. Wenn mehr als 25 Millionen Menschen vorm Fernseher sitzen und in diesen Tagen abends das Erste oder das ZDF einschalten, stimmen sie mit der Fernbedienung ab: für frei empfangbaren Fußball. Wir wissen: Einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wie es ihn in Deutschland gibt, muss man sich leisten wollen. Und wir müssen Tag für Tag beweisen, dass es sich lohnt.“

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Dokumentiert: Wie die „Quote“ verzerrt wird

w&v (19.5.2014) hatte sich der Probleme angenommen, wie genau man die Quote messen kann bzw. welche Verzerrungen bei der Messung entstehen können. Ein Zuschauer repräsentiere ca. 7200 Personen. Somit könne im Falle einer kleinen Zuschauerschar (nachts, morgens) auch ein einzelnes eingeschaltetes TV-Gerät in einem GfK-Haushalt für einen Marktanteil von einem Prozent stehen. Weiterlesen Dokumentiert: Wie die „Quote“ verzerrt wird

Zitat: ARD will allen etwas bieten

So kurz, prägnant und eindeutig hatte man es bisher von der ARD noch nicht gehört. Lutz Marmor sagte es zur Tagung der Historischen Kommission der ARD: „Wir werden von allen bezahlt und schon von daher müssen wir für alle etwas bieten.“ Und er fügte hinzu: „ Allerdings werden unsere Angebote nie allen gefallen können, aber zumindest sollte in der Vielfalt des Angebots für jeden etwas dabei sein.“

 

Eine logische Konsequenz müsste nun sein, nicht mehr nur die Marktanteile anzugeben, sondern die tägliche und wöchentliche Reichweite der Programme in der gesamten Bevölkerung darzustellen.