Profil deutscher Medienstädte

 

 

Für Ute Biernat, die Geschäftsführerin der TV-Produktionsfirma Grundy LE, ist Köln im Fernsehen die Unterhaltungsstadt Deutschlands. Berlin, Hamburg und München wären im Entertainment—Bereich nicht so stark, sie würden vor allem für Fiction stehen, sagte sie dem Kölner Stadtanzeiger im Interview.

 

In Köln habe sich der Bereich aus zwei Gründen so gut entwickelt. Zum einen gab es in den 80er Jahren mit „Michael Bleichenbach, Michael Pfleghar und anderen eine große Tradition sehr gut ausgebildeter, intelligenter Verrückter, die im WDR Unterhaltung machten. Es gab die abstrusesten Versuche, aus denen auch wieder neue Moderatoren geschöpft wurden.“ Zum anderen wurde durch die neuen Privatsender, die ab Mitte der 80er Jahre entstanden, zusätzlich Programmbedarf abgefordert. Diese Sender „probierten viel aus und produzierten Unterhaltungsformate.“ In Köln sitzen mit RTL und WDR zwei große Sender. Probleme gebe es in Köln vor allem bei bezahlbarem Wohnraum, zudem würden Fachleute fehlen.

Chancen für die über 750 deutschen Produktionsfirmen sieht sie vor allem darin, neue Formate zu entwickeln: „Das deutsche Fernsehen hat jahrzehntelang nur im Ausland gekauft. Da gibt es aber jetzt nichts mehr zu shoppen. Jetzt ist das beste Klima, eigene Ideen zu entwickeln und die um die Welt zu schicken. Das wird nicht in einem Jahr passieren, aber in sechs oder sieben, und dann will ich dabei gewesen sein.“

 

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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