Private TV-Sender müssen keine Telemedienkonzepte erstellen

Interessant ist, dass laut Rundfunkstaatsvertrag nur die öffentlich-rechtlichen Sender (also ARD,  ZDF und Deutschlandradio) Telemedienkonzepte erstellen müssen. Wenn kostenlose Netzangebote von Fernsehsendern die Perspektiven der Verlage im Netz einschränken, dann müsste dies doch auch für private Fernsehsender gelten. Doch nur ARD, ZDF und Deutschlandradio sind in ihrem Handeln im Netz eingeschränkt. Die sogenannten „Privaten“ dürfen unbeschränkt reine Textbeiträge im Internet platzieren. Sowohl RTL, Sat.1, N24, n-tv. usw. haben im Internet viele Textbeiträge, die sich nicht auf ihre Sendungen beziehen. Selbst die Telekom bringt Nachrichten in reiner Textform. Doch darüber hat sich noch kein Verlag beschwert! Sind die Fernsehunternehmen doch keine so starke Konkurrenz im Netz? Geht es also nur um die Begrenzung von ARD und ZDF? Sind die Argumente, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio Geschäftsmodelle der Verlage zerstören, also nur vorgeschoben?

Schreibe eine Antwort zu Anonymous Antwort abbrechen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)