Zitiert: Der Unterschied zwischen digitalem Journalismus und Onlinejournalismus

„Digitaler Journalismus signalisiert also die Veränderung des Journalismus als kulturelle Praxis, während der Begriff Onlinejournalismus lediglich angibt, auf welchem Übertragungsweg Journalismus stattfindet bzw. eher einen Vertriebskanal in Abgrenzung zu Rundfunk oder Printerzeugnissen bezeichnet. Mit ersterem sind zudem die strukturellen Veränderungen besser beschrieben, die von der Digitalisierung in ihrer Totalität ausgehen. Verglichen mit dem analogen Journalismus bringt die Digitalität neue Chancen, aber auch Herausforderungen für das journalistische Handeln mit sich, und zwar mit weitreichenden Auswirkungen auf der kommunikativen, handwerklichen, technologischen und wirtschaftlichen Ebene. Sie bedingt zugleich die Erschließung neuer Distributionswege durch das mobile Internet, erfordert flexible Abläufe innerhalb der Redaktion und hebt auf teil- und vollautomatisierte Recherche-, Publikations- und Koordinationsprozesse ab. …

Partizipation des Publikums und Digitaler Journalismus können im Idealfall ein Verhältnis gegenseitiger Befruchtung darstellen: Beide Seiten profitieren, tendenziell verbessert sich die Kommunikationsökologie der Gesellschaft insgesamt. Dieser Prozess steht jedoch noch ganz am Anfang. Festzuhalten bleibt deshalb, dass der Lernbedarf auf beiden Seiten noch ganz erheblich ist.“

 

Volker Lilienthal, Stephan Weiichert u.a. in Media Perspektiven 01/2015

 

 

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Zitat der Woche
Bis zum letzten Tag der Amtszeit Kohls waren keine deutschen Soldaten zu Kriegseinsätzen im Ausland. Nach ihm waren sie es ununterbrochen. Man mag einwenden, dass er Schröderfischer ein Jugoslawien-Fiasko hinterließ. Aus anderen sinnlosen Gemetzeln wie dem Golfkrieg hat er uns herausgekauft. Er war einer der letzten Spitzenpolitiker mit Weltkriegserfahrung, sein Bruder im Krieg getötet, seine Politik auf „pazifistische deutsche“ Wählerstimmen gemünzt. Es tut weh, dies anzuerkennen – doch so, wie der Aspekt „Friedenskanzler“ an Kohl nun gar nicht gewürdigt wird von allen kriegerischen Nachfolgern – muss wohl was dran sein.   Friedrich Küppersbusch, taz, 20.06.2016, Weiterlesen 
Out of Space
Es ist sei unerfindlich, in welchem Maße sich Journalisten willig als Herolde des Netflix-Imperiums gebärden. So meldete „Berliner Zeitung“ in ihrem Web-Kulturteil „Das sind unsere liebsten Netflix-Serien“. Serien-Rankings sind zwar weiterhin Unsinn, aber en vogue und hinnehmbar.  Hinweis: Die Serien sind derzeit auch bei anderen Anbietern zu haben.   Weiterlesen