Zitiert: Wie die Sender Kreativität outsourcen

Der Blick auf eine Lebensleistung wie die von Peter Rüchel lässt Nachdenklichkeit aufkommen: Brauchen wir wirklich keine Fachleute in den Sendern, nur Vermittler? Reicht es, wenn wir das abspielen, was die Musikindustrie so bringt? Der Sinn des Öffentlich- Rechtlichen war sicher nicht, die Kreativität outzusourcen.

Peter Rüchel hinterlässt uns ein Bild von Sendern mit „Hierarchen“ (im WDR hießen sie mal Säulenheilige) und Redakteuren, die ihre Möglichkeiten ausreizen, sich und andere fordern und zeigen, dass Qualität nicht nur einen Sendeplatz hat, sondern ganze Programme beleben kann.

Michael Schmid-Ospach, epd medien 9/2019, S. 2 (nicht online)

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)